Geboren wurde ich 1971 und wuchs mit der Jagd auf. Mein Großvater und mein Vater waren beide leidenschaftliche Jäger, somit wurde ich mit Jagd und Hund groß. Im Alter von 16 Jahren machte ich dann meinen Jagdschein und so begann meine Laufbahn als Jäger.

Mein Vater züchtete und führte über 30 Jahre DD. Irgendwann war es dann bei mir an der Zeit, mir einen eigenen Hund zu zulegen.

 

In unserer Gegend wurde das Niederwild immer weniger, ein Vorstehhund war nun nicht mehr das Richtige, aber was für eine Rasse würde zu mir passen ?

Meine Wahl fiel dann auf den Terrier.

Diese sind einsetzbar für Schweiß, Wasser, Drückjagd und für den Fuchs über und unter der Erde.

Zu dem damaligen Zeitpunkt, kannte ich nur den Deutschen Jagdterrier und so kam es, dass ich den ersten DJT kaufte.

Somit begann ich mit seiner Ausbildung. Das funktionierte ganz gut, nur wenn es zur Jagd ging, war mein Hund meistens weg und ich durfte ihn suchen.

Die Hündin wurde dann im Alter von 2 Jahren vor dem Haus überfahren.

Nun ließ ich mich von anderen Führer dieser Rasse beraten und kaufte wieder eine DJT Hündin. Auch diesmal von einem sehr bekannten Züchter.

Es folgte dasselbe Spiel: Die Ausbildung verlief gut, ich führte diese bis zur GP und war sogar unter den 10 Besten in Deutschland. Aber das Problem war wieder da: 5 Minuten Jagd und dann war sie weg.

Manchmal kam erst am nächsten Tag der Anruf, der meist lautete : Vermissen Sie einen Hund, der ist ja so süß ?

Das entsprach nicht meiner Vorstellung der Jagd mit Hund. All' meine Mitjäger saßen beim Schüsseltreiben und ich kurvte durch den Wald um meinen Hund zu suchen.

Auf der Messe "Jagd & Hund" in Dortmund, schaute ich mich dann nach anderen Hunderassen um und landete am Stand der Foxterrier.

Dort wurde ich gut beraten und durch den seriösen Eindruck der hinterlassen wurde, bestellte ich mir eine Hündin .

Ich machte mich an die Arbeit: Aufziehen, Ausbilden, mit zur Jagd nehmen. Und siehe da, der Hund kam wieder zurück !

Ich hatte nun endlich die Rasse mit den Eigenschaften die ich mir gewünscht habe. Das Jagen machte Spaß,

ich hatte nun zwei Terrier: Einen Jagdterrier (der überwiegend weg war ) und einen Foxterrier, der immer wieder zurück kam.

Bei einer Drückjagd im Spessart passiert dann der Alptraum: Die Hündin wurde so schwer angeschossen, dass ich mir ernsthaft überlegte, den Hund von seinen Leiden zu erlösen. Allerdings war dies für mich nicht möglich und ich entschied mich für die Behandlung durch den Tierarzt. Die Hündin verlor ihr linkes Vorderbein und ein Auge. Nach 14 Tage war sie aber wieder so fit, dass sie alleine zurecht kam.

Über Umwege und einen Glücksfall bekam ich ein Jahr später dann noch einen Foxterrierrüden, den Bobby. Von der Jagdterrierhündin trennte ich mich dann. Nun jage ich seit 2001 mit Foxterriern und bin damit sehr zufrieden.

Meine Hunde sind in 5 umliegenden Revieren als Revierhunde eingetragen.

Im Jahr 2002 schloss ich mich der "Stöberhundgruppe Osthessen" an. Seit dieser Zeit jagen wir zusammen auf ca. 20 bis 40 Drückjagden im Jahr, je nach Wildvorkommen.

Wir jagen regelmäßig im Spessart, Vogelsberg, Rhön, Hundsrück, also im Umkreis von ca. 100 bis 200 km. Unsere Einladungen erhalten wir zum Teil schon mehr als ein Jahr im Voraus.

 

Die Stöberhundgruppe setzt sich aus mehreren Hunderassen mit ihren Führer zusammen, ich bin der mit den Foxis.

Nähere Infos unter : www.stöberhundgruppe-osthessen.de

Irgendwann begann ich diese Rasse zu züchten und kann nun stolz behaupten, dass Hunde aus meiner Zucht, in mind. 5 verschieden Länder Europa's erfolgreich jagen.  Auch in Namibia ist eine Hündin " vom Landrücken " auf einer Jagdfarm im aktiven Dienst.

Zur Zucht setze ich nur Hunde ein, mit deren Leistung ich selbst zufrieden bin.

Den Welpenkäufer stehe ich immer gerne mit Rat und Tat zur Seite, was auch gerne angenommen wird.

Zu Einigen hat sich eine Freundschaft entwickelt, worüber ich mich sehr freue.

Bei der Zucht lege ich Wert auf ruhige, ausgeglichen Hunde: Sie müssen Spurlaut sein, selbständig suchen und in angemessener Zeit, immer wieder zum Führer zurückkommen.

Übertrieben scharfe oder aggressive Hunde lehne ich ab. Sie sollen sowohl als Familienhunde als auch als Jagdhunde einsetzbar sein.

Nun habe ich genug von mir erzählt. Schauen Sie sich lieber die Bilder mit den Hunden an.

Viel Spaß und vielen Dank für den Besuch auf meiner Seite.

Thorsten Jestädt

 

 

Hier zwischen der Rhön, dem Spessart und dem Vogelsberg leben und im Umkreis jagen wir.